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Veröffentlicht am 22. Juni 2026
Online-Magazin

Wenn Feuchttücher zum Problem werden

Es ist ein Moment, der hängen bleibt. Eine Pumpe wird aus dem Schacht gezogen und statt sauberer Technik kommen zähe, verfilzte Klumpen zum Vorschein. Feuchttücher, die sich um die Mechanik gewickelt haben und nichts mehr durchlassen. Was viele gedankenlos in der Toilette entsorgen, wird für die Teams in den Kläranlagen zur echten Herausforderung.

In Sandkrug gehört dieses Bild inzwischen zum Alltag. Immer häufiger rücken die Fachkräfte aus, um Pumpen zu reinigen und Störungen zu beseitigen. Was früher zweimal im Jahr nötig war, passiert heute deutlich öfter. Manche Anlagen müssen alle paar Monate, andere sogar im Abstand von nur sechs Wochen gereinigt werden.

Das Problem ist dabei längst nicht nur ein technisches. Die fest reißenden Tücher lösen sich im Wasser nicht auf. Sie verbinden sich mit Haaren, Fetten und anderem Abfall zu festen Strängen, die nur noch mit Werkzeug entfernt werden können. Das kostet Zeit, Energie und Material. Pumpen verschleißen schneller, der Aufwand steigt spürbar.

Und das betrifft am Ende alle. Jede zusätzliche Reinigung verursacht Kosten, die über die Abwassergebühren weitergegeben werden. Schon wenige Einsätze mehr im Jahr summieren sich schnell zu hohen Beträgen.

Dabei ist die Lösung überraschend einfach. Alles, was kein klassisches Toilettenpapier ist, gehört nicht ins WC. Feucht- und Hygienetücher müssen in den Restmüll, auch wenn die Verpackung etwas anderes vermuten lässt.

Der Blick in die Pumpen zeigt deutlich, warum das so wichtig ist. Was dort landet, verschwindet nicht einfach. Es bleibt, wickelt sich fest und wird zu einem Problem, das vermeidbar wäre.

Ein kleiner Handgriff im Alltag macht hier einen großen Unterschied. Für funktionierende Technik, für stabile Gebühren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.