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Projekte & Forschung

Versickerungsversuch durchführen

Das Projekt aqua³ lebt von der Vielfalt und der zur Verfügung stehenden Daten. Sie wohnen im Projektgebiet Ofenerdiek/Alexandersfeld und wollen das Forschungsvorhaben unterstützen?

Durch einen einfachen Versickerungsversuch können Sie in Ihrem eigenen Garten herausfinden, wie durchlässig der Boden ist. Teilen Sie uns Ihre Ergebnisse dann bitte mit. Diese Informationen helfen uns, die Datengrundlage zu verbessern.

Gut versickert!? Flyer zum Versickerungsversuch zu downloaden

Benötigte Materialien

  • Spaten

  • Uhr

  • Zollstock

  • ausreichend Wasser

  • Versuchsprotokoll

  • kleine Plane (um den ausgehobenen Boden zu lagern)

  • Sand oder grober Kies (damit der Boden der Grube nicht verschlammt und so die Messungen verfälscht)

Versickerungsversuch Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Zunächst stecken Sie eine Fläche von 40 cm × 40 cm ab. Entfernen Sie anschließend vorsichtig den Oberboden, beispielsweise die Grasnarbe, und lagern Sie diesen auf einer Plane zwischen. Danach heben Sie in der abgesteckten Fläche eine Grube mit einer Tiefe von 30 cm aus. Bedecken Sie anschließend den Boden der Grube mit einer etwa 2 bis 3 cm dicken Schicht aus Sand oder grobem Kies.

Füllen Sie die Grube nun mindestens zu zwei Dritteln mit Wasser. Damit der Boden ausreichend vorgesättigt wird und sich die Bodenporen gut mit Wasser füllen können, sollte der Wasserstand durch Nachgießen etwa 40 bis 60 Minuten möglichst konstant gehalten werden. Lassen Sie das Wasser anschließend versickern.

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Befestigen Sie nun an einer Seite der Grube einen Zollstock.

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Füllen Sie die Grube erneut vorsichtig zu zwei Dritteln mit Wasser (20 cm). Lesen Sie den Wasserstand am Zollstock ab und notieren Sie diesen. Messen Sie anschließend über einen Zeitraum von einer Stunde alle 15 Minuten den Wasserstand in der Grube.

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Halten Sie die Ergebnisse im Versuchsprotokoll fest. Sollte der Wasserstand unter 10 cm fallen, füllen Sie bitte Wasser nach, bis wieder eine Füllhöhe von 20 cm erreicht ist.

oowv_versuchsprotokoll.pdf pdf-Datei · 30 KB
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Werden Sie Teil des Pilot-Projekts und helfen Sie uns die Datenlage zu verbessern. Senden Sie Ihre Ergebnisse bitte an folgende E-Mail-Adresse: aqua3@oowv.de

Versuchsauswertung

Sie möchten wissen, was der Versickerungsversuch über die Bodendurchlässigkeit an dem von Ihnen gewählten Standort aussagt? Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine erste Einschätzung. Vergleichen Sie die Angaben aus Ihrem Versuchsprotokoll mit den Werten in der Tabelle. Bitte beachten: Die Ergebnisse aus den Versickerungsversuchen liefern erste Hinweise über die Versickerungsfähigkeit und eignen sich nicht für die Planung und Dimensionierung von Versickerungsmaßnahmen oder-anlagen. Dies erfolgt am besten von einem qualifizierten Fachbetrieb.

Ermittelte Bodendurchlässigkeit Oberirdische Versickerungsfähigkeit
60 – 360 cm/h Sehr gut
25 – 60 cm/h Gut
6 – 25 cm/h Mittel
4 – 6 cm/h Eingeschränkt

Dem Regen Raum geben

Ihr Versickerungsversuch hat gezeigt, dass grundsätzlich sehr gute, gute oder mindestens mittlere Versickerungsbedingungen auf Ihrem Grundstück vorherrschen? Bestimmt besteht die Möglichkeit, dem Regenwasser mehr Raum zu geben.

Höfe, Zufahrten, Parkplätze und andere Flächen, die asphaltiert oder gepflastert sind, versperren Regenwasser den Weg in den Boden und tragen so dazu bei, dass es bei Starkregen zu einer Überlastung des Kanalsystems kommen kann. Daher sind unversiegelte Flächen sinnvoll, auf denen sich der Niederschlag gleichmäßig verteilen und auf natürlichem Weg versickern kann. Durchlässige Fugen, Rasengittersteine, Kies oder Schotter sind hier sehr gute Alternative.

Regentonnen sowie Zisternen sind bei eingeschränkten Versickerungsmöglichkeiten eine gute Lösung, um Stauraum für Regenwasser zu schaffen. Zudem steht so Regenwasser statt Trinkwasser für die Gartenbewässerung zur Verfügung. Das freut die Pflanzen und schont die Wasserressourcen.