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Veröffentlicht am 30. April 2026
Pressemitteilung

OOWV modernisiert Kläranlage Holdorf

Holdorf. Auf der Kläranlage Holdorf laufen derzeit umfassende Sanierungsarbeiten an einem Nachklärbecken. Die Maßnahme soll die Reinigungsleistung der Anlage insbesondere bei Starkregenereignissen optimieren. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) investiert rund 150.000 Euro.

Im Normalbetrieb ist das Nachklärbecken als letzte Reinigungsstufe vollständig mit Wasser gefüllt. Hier setzt sich der Belebtschlamm am Beckenboden ab, während das gereinigte Wasser anschließend in den Vorfluter abgeführt wird. Doch genau dieser Prozess geriet in der Vergangenheit bei starkem Regen bisweilen ins Ungleichgewicht.

„Bei erhöhtem Zulauf kam es zu turbulenten Strömungen, die den Absetzvorgang gestört haben“, erklärt Anlagenkoordinator Christian Kettler.

Mehr Stabilität bei Starkregen

Ursache war eine sogenannte Coanda-Tulpe – ein Einlaufbauwerk innerhalb des Beckens, das sich unter veränderten hydraulischen Bedingungen als nicht mehr optimal erwiesen hat. Mithilfe computerbasierter Strömungssimulationen konnte das Problem eindeutig identifiziert werden. Die Strömungssimulation war in Abstimmung mit den Kollegen der Kläranlage von der Fachabteilung in Auftrag gegeben worden. Sie ergab: Das Mittelbauwerk muss komplett ersetzt werden.

„Die Auswertungen haben gezeigt, dass wir das Einströmverhalten anpassen müssen, um auch bei wechselnden Belastungen stabil zu bleiben. Deshalb ersetzen wir das bestehende System durch ein neu entwickeltes Einleitbauwerk“, sagt Projektleiter Gerold Eiben.

Für die Arbeiten wurden das rundum gereinigte Becken zunächst vollständig entleert. In einem körperlich anspruchsvollen Einsatz entfernte das Betriebspersonal anschließend innerhalb einer Woche den abgesetzten Belebtschlamm vom Beckenboden.

Maßgeblich getragen vom Kläranlagen-Team

Maßgeblich getragen wird die Umsetzung von einem dreiköpfigen Team um Anlagenkoordinator Christian Kettler. Die Mitarbeitenden begleiten die Maßnahme von der Bedarfsmeldung über die Planung bis zur praktischen Umsetzung vor Ort. Sie koordinieren die Arbeiten mit der eingesetzten Fachfirma „KARO“ aus Essen (Oldenburg), betreuen die Monteure und sichern zugleich den laufenden Betrieb der Kläranlage – auch unter den besonderen Bedingungen einer Baustelle.

„Das ist eine starke Teamleistung, die oft im Hintergrund bleibt“, betont Hans-Bernd Giere, Leiter der OOWV-Kläranlagen Holdorf, Damme und Bakum. „Die Kollegen übernehmen hier Verantwortung von der ersten Idee bis zur Umsetzung – und sorgen parallel dafür, dass die Abwasserreinigung jederzeit zuverlässig funktioniert.“

Derzeit wird die alte Coanda-Tulpe zurückgebaut. Ein Autokran hob das rund 250 Kilogramm schwere Bauteil bereits aus dem Becken. Parallel dazu läuft die Installation der neuen Technik. Begleitet wird das Projekt auch von Jane Dindas, die seit Anfang des Jahres in der Anlagentechnik des OOWV tätig ist und im Rahmen ihres Onboardings aktiv in die Umsetzung eingebunden ist.

„Mit der Modernisierung stellen wir sicher, dass die zulässigen Einleitwerte der Kläranlage Holdorf auch zukünftig verlässlich eingehalten werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz“, betont Kay Schönfeld, OOWV-Regionalleiter im Landkreis Vechta.

Die Arbeiten sind voraussichtlich in etwa vier Wochen abgeschlossen. Anschließend geht die Anlage wieder in den regulären Betrieb über.

Foto:
036-2026 PM OOWV Modernisierung Kläranlage Holdorf_1
Gerold Eiben/OOWV

Bildunterschrift:

Die Coanda-Tulpe – ein Einlaufbauwerk innerhalb des Beckens – hat sich unter veränderten hydraulischen Bedingungen als nicht mehr optimal erwiesen.

Foto:
036-2026 PM OOWV Modernisierung Kläranlage Holdorf_2
Gerold Eiben/OOWV

Bildunterschrift:

Ein Autokran hob die rund 250 Kilogramm schwere Coanda-Tulpe aus dem Nachklärbecken.

Foto:
036-2026 PM OOWV Modernisierung Kläranlage Holdorf_3
Gerold Eiben/OOWV

Bildunterschrift:

Blick in das vollständig entleerte Nachklärbecken während der Modernisierungsarbeiten.

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