OOWV empfiehlt einen bewussten Umgang mit Trinkwasser
Im Nordwesten. Es soll heiß werden im Norden in dieser Woche. Temperaturen von bis zu 34 Grad halten die Wetterdienste für möglich. Mit den anhaltend warmen Temperaturen steigt im Verbandsgebiet des Oldenburgisch‑Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) auch der tägliche Wasserverbrauch spürbar an. Viele Menschen duschen häufiger, bewässern ihre Gärten oder nutzen Wasser intensiver im Haushalt. Um diesen saisonal üblichen Mehrbedarf zuverlässig abzudecken, hat der OOWV seine Anlagen entsprechend angepasst. Die Versorgung ist weiterhin stabil und gesichert. Dennoch empfiehlt der Verband, in den kommenden Tagen bewusst mit Wasser umzugehen, um die Infrastruktur zu entlasten und Ressourcen zu schonen.
„Wir haben genug Wasser für alle, wenn jeder sorgsam damit umgeht“, stellt Olaf Sonnenschein klar. Er ist Leiter der Betriebssteuerung des OOWV. Sonnenschein bittet darum, das eigene Verbrauchsverhalten der Situation anzupassen. „Engpässe lassen sich vermeiden, wenn vor allem auf die Bewässerung des Rasens mit Trinkwasser verzichtet wird.“ Hilfreich sei es auch, den Wasserverbrauch zu den Spitzenzeiten in den Morgen- und Abendstunden zu reduzieren und das Duschen oder Wäschewaschen beispielsweise auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.
Schon kleine Maßnahmen im Alltag können dabei helfen: Eine Dusche verbraucht deutlich weniger Wasser als ein Vollbad, und Wasch- oder Spülmaschinen sollten möglichst nur voll beladen laufen. Auch im Garten lässt sich viel erreichen, wenn früh morgens oder spät abends gegossen wird, da dann weniger Wasser verdunstet. Wer den Gartenschlauch bodennah einsetzt und den Rasen nicht zu kurz mäht, sorgt zusätzlich dafür, dass Pflanzen länger mit Feuchtigkeit versorgt bleiben. Besonders sinnvoll ist es, auf Rasensprenger möglichst zu verzichten: Sie benötigen pro Stunde rund 800 Liter Wasser – deutlich mehr, als Pflanzen in dieser Zeit überhaupt aufnehmen können. Bei Neuanpflanzungen empfiehlt es sich zudem, auf trockenresistente Arten zu setzen. Regenwasser, das über bepflanzte Flächen oder durchlässige Pflasterungen versickern kann, trägt ebenfalls dazu bei, den Boden zu entlasten. Begrünte Dächer und Fassaden verbessern das Mikroklima, und der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel schützt das Grundwasser.
Unterwegs bietet das Regionalportal „einfach‑heimat.de“ des OOWV mit der Initiative „Trinkwasser mobil“ zudem eine unkomplizierte Möglichkeit, kostenlos Leitungswasser zu erhalten. Mehr als 300 Geschäfte, Gastronomiebetriebe und öffentliche Einrichtungen im Verbandsgebiet stellen sich bereits freiwillig als Trinkwasserstationen zur Verfügung. Dort können Menschen ihre Trinkflaschen kostenfrei auffüllen – ein praktischer Service an heißen Tagen und ein Beitrag zur Vermeidung von Einwegplastik. Teilnehmende Betriebe sind an einem gut sichtbaren Aufkleber erkennbar und auf einer digitalen Karte verzeichnet.
Der OOWV lädt weitere Unternehmen herzlich ein, Teil dieser Initiative zu werden. Die Teilnahme ist unkompliziert: Betriebe erhalten einen gut sichtbaren Aufkleber, der sie als Trinkwasserstation ausweist, und werden auf der digitalen Karte von einfach‑heimat.de gelistet. Zusätzlich können sie sich mit einem kostenfreien Kurzportrait präsentieren und so ihr Engagement für Nachhaltigkeit sichtbar machen. Voraussetzung sind feste Öffnungszeiten sowie eine Möglichkeit zum Befüllen der Flaschen – entweder durch das Personal oder per Selbstbedienung. Gemeinsam mit Refill Deutschland arbeitet „einfach Heimat“ daran, das Netzwerk weiter auszubauen und den Zugang zu kostenlosem Leitungswasser in der Region noch einfacher zu machen. Weitere Informationen dazu gibt es unter der E-Mail-Adresse service@einfach-heimat.de.
Mit einem bewussten Umgang mit Wasser kann jede und jeder dazu beitragen, die Versorgung auch an heißen Tagen stabil zu halten. Gleichzeitig leisten solche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz im gesamten OOWV‑Verbandsgebiet.