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Veröffentlicht am 30. Juni 2026
Pressemitteilung

Umfassende Kanalsanierung rückt Abwasserleitungen zeitweise ins Blickfeld

Lohne. Eine Baumaßnahme in Lohne im Landkreis Vechta zeigt aktuell, wie es aussähe, wenn die Abwasserleitungen über der Erde, statt versteckt unter Straßen und Gehwegen verliefen: Um rund einen Kilometer Schmutzwasserkanal zu sanieren, leitet der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) die anfallenden Abwassermengen während der Bauarbeiten im Ortsteil Rießel vorübergehend oberirdisch um. Die Vorarbeiten laufen bereits. Die eigentliche Sanierung des Schmutzwassernetzes beginnt dann bewusst in der verkehrsärmeren Zeit in den Sommerferien. Bis zu deren Ende Mitte August soll der Hauptteil der Arbeiten abgeschlossen sein. Betroffen sind der Rechtsweg und Teile der Brandstraße sowie der Dinklager Straße.

Ins Auge fällt vor allem die oberirdische Umleitung des Abwassers, die sogenannte Wasserhaltung. Die eigentliche Arbeit findet aber unterirdisch statt. Neben dem Schmutzwasserkanal selbst werden die Hauptkanalschächte instandgesetzt. Genutzt werden dabei das bewährte Schlauchliner-Verfahren für die Haltungen sowie das Schachtliner-Verfahren für die Schächte. Dabei erhalten sowohl die Kanalhaltungen als auch die Schächte eine neue Innenauskleidung aus verstärktem Kunststoff, ohne dass dafür Erdarbeiten erforderlich sind. Genauer gesagt wird ein mit Harz imprägnierter, glasfaserverstärkter Schlauch in den vorhandenen Kanal eingebracht und dort ausgehärtet. So entsteht eine neue, dauerhafte Rohrinnenwand innerhalb des in die Jahre gekommenen Kanals. „Mit dem Schlauchliner-Verfahren können wir die vorhandenen Kanäle wirtschaftlich und nachhaltig sanieren, ohne die Straßen über längere Zeit aufgraben zu müssen“, erläutert OOWV-Projektingenieur Jan-Niklas Girod. „Dadurch sparen wir Geld und verkürzen die Bauzeiten. Die Belastungen für Anwohnerinnen, Anwohner und Verkehrsteilnehmende werden so deutlich reduziert.“

Voraussichtlich am Mittwoch, 8. Juli 2026, beginnen die Hauptarbeiten, die vorübergehend verkehrliche Einschränkungen erforderlich machen. So muss der Verkehr abschnittsweise als Einbahnstraße geführt werden, zeitweise kommt es zu halbseitigen Sperrungen. Die jeweiligen Verkehrsführungen werden vor Ort ausgeschildert, Umleitungen werden eingerichtet. Die Zufahrt für Anliegerinnen und Anlieger bleibt dabei grundsätzlich bis zur Baustelle möglich. Die Hauptarbeiten sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen werden. Anschließend können noch einzelne Nacharbeiten folgen, welche jedoch nur noch geringe Auswirkungen auf den Verkehr haben.

Die Baumaßnahme kostet den OOWV rund 650.000 Euro. Ziel ist eine nachhaltige Sanierung, welche Schäden an der bestehenden Infrastruktur beseitigt, die Betriebssicherheit langfristig sicherstellt und die Lebensdauer des Kanalnetzes deutlich verlängert. „So schafft der OOWV die Voraussetzungen für eine zuverlässige Abwasserentsorgung in den kommenden Jahrzehnten“, erklärt der für den Landkreis Vechta zuständige OOWV-Regionalleiter Kay Schönfeld.

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