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Veröffentlicht am 29. Juli 2026
Pressemitteilung

Stephan Borchers sorgt seit 1986 für sauberes Wasser

Brake/Sandkrug. Ein solches Dienstjubiläum ist heutzutage nicht mehr allzu häufig anzutreffen: Stephan Borchers kann am Sonnabend, 1. August 2026, auf 40 Jahre im öffentlichen Dienst zurückblicken. Er betreut heute als Leiter die Kläranlagen Sandkrug und Hude inklusive aller dazugehörigen Anlagen sowie das Kanalnetz der Gemeinde Ganderkesee in der Region 3 des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV).

Der 1968 in Oldenburg geborene und in Streekermoor aufgewachsene Abwassermeister begann seine berufliche Laufbahn am 1. August 1986 auf der Kläranlage Sandkrug der Gemeinde Hatten. Dort absolvierte er seine Ausbildung zum Ver- und Entsorger in der Fachrichtung Abwasser und wurde anschließend unbefristet übernommen. 1990 folgte der Grundwehrdienst im Sanitätsdienst des Heeres, der damals gerade von 15 auf 12 Monate verkürzt worden war. Nach seiner Rückkehr setzte Borchers seine Tätigkeit in Sandkrug fort und legte 1997 die Prüfung zum Abwassermeister ab. Bereits 1993 übernahm er die Leitung der Kläranlage Sandkrug, die er bis 2016 als Anlagenkoordinator führte.

Mit dem Beitritt der Gemeinde Hatten zum OOWV im Jahr 2008 ging die Kläranlage Sandkrug auf den Verband über. Auch Stephan Borchers wechselte mit seinen Kollegen zum OOWV. Dort wurde er im Jahr 2016 zum Leiter der Kläranlagen in der Region 3 und war zuständig für die Anlagen in Hude, Sandkrug, Bassum und Twistringen. Ein Jahr später kam die Verantwortung für das Kanalnetz in Ganderkesee hinzu. Ein herausforderndes Netz mit 70 Pumpwerken, wie Borchers sagt. Im Jahr 2022 wurde der gewachsene Bereich aufgeteilt, und Stephan Borchers übernahm die Leitung der Kläranlagen Hude und Sandkrug sowie das Kanalnetz Ganderkesee. Sein Team umfasst heute zehn Mitarbeitende.

In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich die Abwasserbeseitigung stark verändert. Borchers beschreibt das Berufsleben als deutlich komplexer im Vergleich zur Mitte der 1980er-Jahre: Sensorik, chemische Kenntnisse und technische sowie rechtliche Auflagen hätten erheblich zugenommen, und dieser Trend werde sich fortsetzen. Besonders wichtig sei künftig die Frage, wie Wasser in der Region gehalten werden könne. Brauchwasseranlagen seien ein guter Ansatz, denn Abwasser sei „immerhin vorher gewonnenes Trinkwasser gewesen“. Nach Möglichkeit müsse daher verhindert werden, geklärtes Wasser einfach über die Vorfluter in Richtung Meer zu schicken.

Privat liest Stephan Borchers gern unter anderem Romane mit historischem Bezug und verbringt seinen Urlaub am liebsten am Meer. In den vergangenen Jahren hat er die Ostsee für sich entdeckt, unter anderem Fehmarn, die Hohwachter Bucht und Rügen. Aber auch die ostfriesischen Inseln Norderney, Juist und Wangerooge haben es ihm angetan. Mit einem Augenzwinkern sagt er: „Der Vorteil an der Ostsee: Das Wasser ist immer da. Der Nachteil: Es gibt weder Ebbe noch Flut.“

Mit seinem Jubiläum blickt Stephan Borchers auf vier Jahrzehnte voller Verantwortung, technischer Entwicklung und persönlichem Einsatz zurück. Sein beruflicher Weg zeigt, wie sich die Abwasserbeseitigung gewandelt hat – und wie wichtig Menschen sind, die diesen Wandel aktiv gestalten.

 

Foto:
078-2026 PM OOWV Dienstjubiläum Stephan Borchers
Name des Fotografen/OOWV

Bildunterschrift:
Stephan Borchers hat vor genau 40 Jahren seine Karriere auf der Kläranlage Sandkrug begonnen.

OOWV-Mitarbeiter Stephan Borchers steht auf der Kläranlage Sandkrug

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