OOWV setzt umfangreiche Kanalsanierung in Barßel fort
Barßel. Viereinhalb Kilometer Schmutzwasserkanal saniert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) in Barßel im Landkreis Cloppenburg. Die Arbeiten am Schmutzwassernetz der Ortsteile Barßelermoor und Neuland schließen an die bereits erneuerten Kanalstrecken entlang der Hauptstraße sowie der Westmarkstraße an. Begonnen wird von Dienstag, 7., bis Donnerstag, 9. Juli 2026, mit 500 Metern Schmutzwasserkanal an der Hauptstraße zwischen den Hausnummern 14 und 21, da dort die Verlegung einer Trinkwasserleitung bevorsteht. Der Großteil der Arbeiten folgt dann nach den Sommerferien und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen. Betroffen sind die Hauptstraße (Hausnummer 21 bis Ecke Westmarkstraße), die Ankerstraße (Hausnummer 19 bis Ecke Westmarkstraße), sowie Ostendstraße, Döbelstraße, Zanderstraße, Karpfendamm, Möhnedamm, Barschstraße, Hechtgang und Ulmenstraße.
Neben dem Schmutzwasserkanal selbst werden die Hauptkanalschächte instandgesetzt. Genutzt werden dabei das bewährte Schlauchliner-Verfahren für die Haltungen sowie das Schachtliner-Verfahren für die Schächte. Dabei erhalten sowohl die Kanalhaltungen als auch die Schächte eine neue Innenauskleidung aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), ohne dass dafür Erdarbeiten erforderlich sind. Genauer gesagt wird ein mit Harz imprägnierter, glasfaserverstärkter Kunststoffschlauch in den vorhandenen Kanal eingebracht und dort ausgehärtet. So entsteht eine neue, dauerhafte Rohrinnenwand innerhalb des in die Jahre gekommenen Kanals. „Mit den Schlauch- und Schachtliner-Verfahren sparen wir Geld und Zeit und können die vorhandenen Kanäle wirtschaftlich und nachhaltig sanieren, statt sie neu zu bauen“, erläutert OOWV-Projektingenieur Jan-Niklas Girod. „Weil wir die Straßen nicht über einen längeren Zeitraum aufgraben müssen, verringert sich die Belastung für Anwohnerinnen, Anwohner und Verkehrsteilnehmende deutlich.“
Eine besondere Herausforderung stellt indes die Aufrechterhaltung der Abwasserentsorgung entlang der Hauptstraße dar. Damit die Kanäle dort saniert werden können, müssen die anfallenden Abwassermengen oberirdisch umgeleitet werden. Hierzu wird das Abwasser auf Höhe der Hausnummer 21 aus dem Kanal entnommen und oberirdisch über den Barßeler Kanal in die Ankerstraße geleitet. So ist der Kanal entlang der Hauptstraße für die Sanierung weitestgehend abwasserfrei. In allen anderen betroffenen Straßen wird das Abwasser während der Arbeiten im Kanal zurückgestaut.
Im Bereich der Hauptstraße wird der Verkehr überwiegend an den Baustellen vorbeigeführt. Teilweise werden Geh- und Radwege gesperrt und über provisorische Wege beziehungsweise Grünstreifen umgeleitet. Zudem gelten auf den Baustellenabschnitten reduzierte Geschwindigkeiten. Darüber hinaus kann es im Kreuzungsbereich Hauptstraße / Westmarkstraße / Deichstraße zeitweise zur Sperrung einer Fahrspur kommen. Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Beschilderung vor Ort zu beachten und mögliche Behinderungen bei ihren Fahrten einzuplanen.
Die umfangreiche Baumaßnahme wird den OOWV voraussichtlich rund 1,2 Millionen Euro kosten. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, das Schmutzwassernetz in Barßel nachhaltig zu sanieren und so die Betriebssicherheit langfristig sicherzustellen. „Hier werden Schäden an der bestehenden Infrastruktur beseitigt und zugleich wird die Lebensdauer des Kanalnetzes deutlich verlängert“, erklärt der für den Landkreis Cloppenburg zuständige OOWV-Regionalleiter Jürgen Focke. „So schafft der OOWV die Voraussetzungen für eine zuverlässige Abwasserentsorgung in den kommenden Jahrzehnten.“