OOWV schließt Modernisierung im Wasserwerk Westerstede erfolgreich ab
Westerstede. Die Mitte Oktober begonnene Modernisierung seines Wasserwerks in Westerstede hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) erfolgreich abgeschlossen. Damit die Wasserversorgung auch in Zukunft verlässlich gesichert ist, sind in der 1960 in Betrieb genommenen Anlage nacheinander zwei in die Jahre gekommene Absetzbecken saniert worden. Da während der Bauphase jeweils nur eines der Becken nutzbar war, konnte das Wasserwerk vorübergehend nur halb so viel Grundwasser zu Trinkwasser aufbereiten wie gewohnt. Andere Werke im OOWV-Verbundnetz unterstützten, doch das Wasser kam zeitweise weniger druckvoll aus der Leitung. Damit die Kundinnen und Kunden davon möglichst wenig spüren, waren die Bauarbeiten eigens in die verbrauchsärmeren Wintermonate gelegt worden. Rechtzeitig zum üblichen Anstieg des Wasserbedarfs im Frühjahr kehrt das Wasserwerk Westerstede ab sofort wieder in den Normalbetrieb mit höherem Wasserdruck zurück. Das kann kurzzeitig zu Trübungen des Leitungswassers führen.
Gerade in Westerstede und im näheren Umland des Wasserwerks könnte das Trinkwasser vorübergehend leicht getrübt aus dem Hahn fließen. Auch in anderen Kommunen der Region wie Apen, Bad Zwischenahn, Barßel, Bockhorn, Edewecht, Rastede, Saterland, Wiefelstede und Zetel, könnte sich die Veränderung des Wasserdrucks bemerkbar machen. „Durch den wieder erhöhten Wasserdruck ändert sich stellenweise die Fließgeschwindigkeit und -richtung des Wassers im Leitungsnetz. Dadurch kann es zu Trübungen kommen, die aber durch eine Spülung der Leitung schnell nachlassen sollten“, erklärt Imke Bölts aus dem OOWV-Sachgebiet Verbundbetrieb und Messtechnik. Bei Problemen oder anhaltender Trübung hilft die OOWV-Betriebsstelle Westerstede unter der Nummer 04488 845211 oder nach Dienstschluss der Bereitschaftsdienst unter 04401 6006.
„Die Sanierung ist gut gelaufen, die statische Sicherung der Zwischendecke über den aus Beton gegossenen Absetzbecken ist gelungen“, bilanziert Anlagenkoordinator Felix Kiefel. Die in die Gebäudekonstruktion einbezogenen Becken dienen dazu, unter anderem Eisen und Schwefelwasserstoff aus dem Rohwasser zu filtern. Dabei waren die Bauarbeiten im laufenden Betrieb nicht ganz unkompliziert: Mit eigens eingerichteten Hygienezonen und Schleusenabtrennungen gelang es, während in einem Becken gearbeitet wurde, im Nachbarbecken weiterhin hygienisch einwandfreies Trinkwasser aufzubereiten. Neu eingezogene Metallträger sorgen nun für Stabilität – und dafür, dass die Becken möglichst viele weitere Jahre ihren Dienst tun können. Die Kosten dieser erforderlichen Modernisierung belaufen sich auf über eine halbe Million Euro.