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Veröffentlicht am 1. Juli 2026
Pressemitteilung

Akkubetriebenes Bohrgerät deutschlandweit einzigartig

Wildeshausen. Ein wichtiger Bestandteil der verlässlichen Wasserversorgung sind die Förderbrunnen, aus denen jederzeit eine ausreichende Menge Grundwasser zum nahegelegenen Wasserwerk gepumpt wird. In Wildeshausen-Bühren entstehen derzeit drei weitere Förderbrunnen, die künftig das dortige Wasserwerk des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) ergänzen sollen.

Die Arbeiten für die drei neuen Brunnen schreiten dabei weiter voran. Besonders ist der Einsatz eines hybriden Bohrgeräts, das sowohl mit Diesel als auch mit Strom genutzt werden kann. „Wir begrüßen es, wenn auch auf Baustellen neue und ressourcenschonendere Technologien zum Einsatz kommen“, sagt OOWV-Projektleiter Christian Lippstreu. „Die Wassergewinnung ist der erste Schritt in der Versorgungskette. Deshalb ist es wichtig, bereits bei der Umsetzung von Bauprojekten auf die eingesetzte Technik zu achten und deren Auswirkungen in den Blick zu nehmen.“

Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Hölscher Wasserbau GmbH mit Sitz in Haren an der Ems. Zum Einsatz kommt ein eigens umgerüstetes Bohrgerät Wirth vom Typ B3A, das über einen 90-Kilowatt-Elektromotor angetrieben wird. Dieser versorgt sowohl den Bohrbetrieb als auch die Hydraulikanlagen. Die Energieversorgung erfolgt über zwei Akkus mit jeweils 125 Amperestunden Kapazität.

„Es ist deutschlandweit das einzige Bohrgerät, dieser Art, das so arbeitet“, erklärt Udo Robben, Bauleiter der Firma Hölscher Wasserbau aus Haren, für die Baumaßnahme.

Neue OOWV-Förderbrunnen in Wildeshausen

Ein Akku ermögliche je nach Einsatzdauer einen Betrieb von etwa fünf bis sechs Stunden, sodass auch eine komplette Arbeitsschicht im Akkubetrieb möglich sei.

Der elektrische Betrieb des Geräts bringt verschiedene Vorteile mit sich. So ist die Baustelle während des Betriebs deutlich leiser und es werden CO₂-Emissionen reduziert.

 „Ich finde es positiv, dass technische Innovationen im Bau- und Brunnenbereich auch mit Nachhaltigkeit einhergehen können. Das ist in dieser Form noch nicht selbstverständlich“, fasst Christian Lippstreu zusammen.

Foto:
067-2026 PM OOWV Brunnen Wildeshausen_1
Daria Ruginis/OOWV

Bildunterschrift:
Beim Brunnenbau in Wildeshausen setzt der OOWV erstmals eine hybride Bohranlage ein. Das akkugestützte System reduziert die Geräuschentwicklung auf der Baustelle und ermöglicht einen ressourcenschonenderen Betrieb.

 

Foto:
067-2026 PM OOWV Brunnen Wildeshausen_2
Daria Ruginis/OOWV

Bildunterschrift:
Gemeinsam für eine sichere Wasserversorgung: Mitarbeitende des OOWV und der Firma Hölscher Wasserbau begleiten den Bau neuer Förderbrunnen in Wildeshausen-Bühren. Die drei zusätzlichen Brunnen sollen künftig die Wassergewinnung für das OOWV-Wasserwerk Wildeshausen ergänzen und zur langfristigen Versorgungssicherheit in der Region beitragen.

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