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Veröffentlicht am 28. November 2025
Online-Magazin

Wildeshausen bekommt drei zusätzliche Förderbrunnen

Ein wichtiger Bestandteil der verlässlichen Wasserversorgung sind die Förderbrunnen, aus denen jederzeit eine ausreichende Menge Grundwasser zum nahegelegenen Wasserwerk gepumpt wird.

Wildeshausen bekommt drei zusätzliche Förderbrunnen

In der Region Wildeshausen gibt es aktuell 24 solcher Brunnen, die das dortige Werk speisen. Drei weitere Förderbrunnen entstehen in nächster Zeit in Bühren, rund einen Kilometer südlich des Wasserwerks.

Startschuss: Aufschlussbohrung für den ersten neuen Brunnen

In diesen Tagen haben die Vorbereitungen für den ersten neuen Brunnen begonnen. „Wir starten mit einer sogenannten Aufschlussbohrung“, berichtet Projektleiter Christian Lippstreu. Aus einer Tiefe von 30 Metern bis etwa 80 Metern werden Sedimentkerne entnommen, um daraus ein Schichtenprofil zu gewinnen. Anhand der diversen Bohrkernproben können Fachleute dann genau die Rahmenbedingungen für den Bau des neuen Brunnens ermitteln. Unter anderem geht es dabei um die bestmögliche Tiefe für den Förderbrunnen und die Korngröße des Kieses, der im späteren Brunnenfilterbereich verbaut werden soll. „Es ist wichtig, dass alles aufeinander abgestimmt ist, damit der Brunnen nicht versandet“, erläutert Christian Lippstreu.

Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Hölscher Wasserbau GmbH mit Sitz in Haren an der Ems. Die Sedimente aus den gezogenen Kernen liefern auch künftig noch wertvolle Erkenntnisse. Beim OOWV-Wasserwerk in Großenkneten gibt es dafür eigens ein Bohrkernlager.

Inbetriebnahme noch vor dem Sommer

Mit dem Baubeginn für den ersten neuen Brunnen ist im kommenden Frühjahr zu rechnen. „Noch vor dem nächsten Sommer wird dieser ans Netz gehen“, sagt Dirk Gellermann, Leiter des Wasserwerks Wildeshausen. Bis zu 50 Kubikmeter Grundwasser pro Stunde wird der zusätzliche Brunnen fördern können. Die beiden anderen Brunnen, die später noch in der Umgebung gebaut werden, werden in der Lage sein, bis zu 100 Kubikmeter pro Stunde zu fördern. Alles in allem schaffen die drei neuen Brunnen also bis zu 250 Kubikmeter pro Stunde. 

Mehr Grundwasser werden wir als OOWV deshalb aber nicht in dieser Region fördern. „Wir werden stattdessen die Belastung der einzelnen Brunnen anders steuern“, blickt Dirk Gellermann voraus. „Weniger Stress“ bedeute das für die einzelnen Bauwerke, sagt er: Die Brunnen können dadurch langfristig ergiebiger betrieben werden.

Jährlich gibt das Wasserwerk Wildeshausen im Schnitt 8,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser ab. Es versorgt insbesondere die Bevölkerung in Wildeshausen und Umland, Bremen und Delmenhorst.

Investition in die Zukunft

Für den ersten der drei neuen Brunnen investiert der OOWV rund 550.000 Euro. Die Fertigstellung des gesamten Projekts inklusive der Inbetriebnahme aller drei Brunnen ist für 2027 geplant.

Im Zuge der Errichtung der Förderbrunnen entstehen außerdem neue Grundwassermessstellen. „Hier werden ständig Proben entnommen, um die einwandfreie Qualität des Wassers zu überwachen“, berichtet Hubertus Weißer, Regionalleiter in den Landkreisen Oldenburg und Diepholz. Die nun begonnenen Arbeiten sind nach seinen Worten ein wesentlicher Beitrag zur Daseinsvorsorge vor Ort.