Kürzere Wege, mehr Platz: Neue OOWV-Betriebsstelle in Aurich-Egels eröffnet
Wenn irgendwo eine Wasserleitung repariert, ein Hausanschluss hergestellt oder ein Hydrant kontrolliert werden muss, zählt manchmal jede Minute. Für das Team der OOWV-Betriebsstelle Aurich werden die Wege zu den Einsatzorten jetzt kürzer. Der neue Standort am Burenweg bietet mehr Platz, moderne Arbeitsbedingungen und kurze Wege zum benachbarten Wasserwerk.
Die Fahrzeuge stehen bereit, Material und Werkzeuge haben ihren Platz gefunden: Die zehn Mitarbeitenden der OOWV-Betriebsstelle Aurich sind bereits in ihr neues Gebäude in Aurich-Egels eingezogen. Am Dienstag, 3. November 2026, wurde der Standort offiziell eröffnet. Rund 4,5 Millionen Euro hat der OOWV in den Neubau investiert. Er ersetzt die bisherige Betriebsstelle in Wiesedermeer.
Für Betriebsstellenleiter Dieter Henkel und sein Team bedeutet der Umzug vor allem eine Erleichterung im Arbeitsalltag. „Mein Team ist täglich an Leitungen und Anlagen im Einsatz. Dafür brauchen wir kurze Wege und Platz für Fahrzeuge, Material und die gemeinsame Vorbereitung. Genau das haben wir jetzt“, erklärt er.
Mitten im Einsatzgebiet statt auf langen Wegen
Das Zuständigkeitsgebiet der Betriebsstelle umfasst Aurich, Großefehn, Ihlow und Wiesmoor sowie einen Teil der Gemeinde Moormerland. Die Mitarbeitenden betreuen dort rund 2.400 Kilometer Trinkwasser- und 460 Kilometer Schmutzwasserleitungen. Hinzu kommen Hausanschlüsse und 2.464 Hydranten.
Zu den täglichen Aufgaben gehören beispielsweise Wasserzählerwechsel, Arbeiten an Hausanschlüssen, die Kontrolle von Hydranten und Armaturen sowie Wartungsarbeiten und die Beseitigung von Störungen. Auch wenn nachts oder am Wochenende ein Einsatz erforderlich ist, kommt es auf eine gute Erreichbarkeit an.
„Bislang haben unsere Kolleginnen und Kollegen viel Zeit auf dem Weg von Wiesedermeer zu ihren Einsatzorten verbracht. Jetzt arbeiten sie mitten im Einsatzgebiet und direkt neben unserem Wasserwerk. Das spart Fahrtzeit und erleichtert die Zusammenarbeit“, sagt OOWV-Regionalleiter Michael Veh.
Platz für Fahrzeuge, Werkstatt und Zusammenarbeit
Das neue Betriebsgebäude bietet auf rund 400 Quadratmetern Büros, Besprechungs- und Schulungsräume sowie Sozialbereiche. Fünf flexible Arbeitsplätze können auch Beschäftigte der OOWV-Hauptverwaltung nutzen, insbesondere Kolleginnen und Kollegen aus dem Leitungswesen Nord.
Direkt daneben befindet sich eine rund 600 Quadratmeter große Halle mit Platz für Fahrzeuge, Werkstatt und Lager. Sie wird auch vom benachbarten Wasserwerk genutzt. Damit rücken zwei Bereiche, die eng zusammenarbeiten, räumlich noch näher zusammen.
Auch bei der Ausstattung wurde auf eine zukunftsfähige Lösung geachtet: Zwei Luftwärmepumpen, Photovoltaikanlagen und begrünte Dächer gehören zum Neubau. Die Außenanlagen hat die OOWV-Tochter Stadt.Land.Grün mit zahlreichen blühenden Pflanzen gestaltet.
Auch für Kundinnen und Kunden eine Anlaufstelle
Die Betriebsstelle ist nicht nur Arbeitsplatz für das Team, sondern auch Anlaufstelle für Kundinnen und Kunden. Wer beispielsweise Fragen zu Hausanschlüssen hat oder ein Standrohr benötigt, kann sich direkt an die Mitarbeitenden wenden.
Betriebsstelle Aurich
Burenweg 12, 26605 Aurich-Egels
Telefon: 04941 6989640
Investition in die Zukunft der Region
Bei der Eröffnung begrüßten OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht, Landrat Olaf Wiltfang und Aurichs Bürgermeisterin Sarah Buss die neuen Räumlichkeiten. Alle drei betonten die Bedeutung einer zuverlässigen Wasserversorgung für die Region. Gerade mit Blick auf Klimawandel, längere Trockenphasen und die Entwicklung der Region werde eine leistungsfähige Infrastruktur immer wichtiger.
Der Neubau in Aurich ist Teil einer langfristigen Modernisierung: Seit 2018 hat der OOWV bereits fünf Betriebsstellen erneuert. Als nächstes ist ab 2027 ein modernes Betriebsstellengebäude in Marienhafe geplant, ebenfalls direkt neben einem Wasserwerk.
Für das Team in Aurich beginnt derweil der Alltag am neuen Standort. Mit kürzeren Wegen, mehr Platz und besseren Möglichkeiten für die Zusammenarbeit sind die Voraussetzungen geschaffen, um auch künftig zuverlässig für die Menschen in der Region im Einsatz zu sein.