Umweltschutz stand bei Anja Suing immer im Mittelpunkt
Brake. Schon in der Schulzeit war für Anja Suing klar: Beruflich muss später bei ihr die Umwelt, der Naturschutz im Mittelpunkt der Tätigkeit stehen. Als Schülerin machte sie erste Praktika im Labor und absolvierte schließlich eine Ausbildung zur Chemielaborantin. Eine Ausbildung, die der erste Schritt war in Richtung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV). Dort ist Anja Suing jetzt Referentin im Trinkwasserlabor in Nethen und kann mittlerweile auf 25 Dienstjahre zurückblicken.
Die Ausbildung im Fachbereich Chemie der Universität Oldenburg reichte ihr nicht. „Ich wollte nicht nur Proben untersuchen“, erzählt Anja Suing. Darum begann sie noch im Abschlussjahr an der Fachoberschule Utbremen ihre weitere Ausbildung mit den Schwerpunkten Biologie und Chemie. Es folgte das Studium „Chemietechnik/Chemieingenieurwesen“ an der Fachhochschule Ostfriesland in Emden.
Schon während des Studiums knüpfte Suing erste Kontakte. Für die Diplomarbeit ging es zum Chemieunternehmen Hoechst in Frankfurt am Main. So groß wie eine Kleinstadt sei der Betrieb gewesen. „25.000 Menschen auf vier Quadratkilometern“, erinnert sich Anja Suing.
Es zog die gebürtige Westerstederin aber wieder zurück in die Heimat. Zudem wollte sie mehr im Bereich der Umweltanalytik tätig sein. Eine Zwischenstation für die folgenden drei Jahre war ein Labor für Umweltanalytik in Oldenburg. Als der OOWV im Jahr 2001 eine stellvertretende Leitung für das Trinkwasserlabor suchte, wusste Anja Suing daher sofort: „Das ist meine Stelle.“
Zuständig war Suing dann für das Qualitätsmanagement und die Akkreditierung sowie für die Erweiterung des Analysespektrums im Trinkwasserlabor. Zugleich begann sie damit, künftige Chemielaboranten auszubilden und zu prüfen. Seit 2014 ist Anja Suing Mitglied im Prüfungsausschuss „Chemielaboranten“ bei der IHK Oldenburg.
In den vergangenen 25 Jahren sind im Trinkwasserlabor viele Aufgaben hinzugekommen. „Die Analysen sind sehr viel umfangreicher geworden“, erklärt Anja Suing. Damit werde sichergestellt, dass das Trinkwasser gleichbleibend die hohe Qualität hat, die die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten dürfen.
Den Ausgleich für die Arbeit im Labor findet sie zusammen mit ihrer Familie in der Natur. „Wir fahren gemeinsam Rad und im Urlaub wandern wir gerne in den Bergen.“ Entspannen kann sie auch sehr gut an langen Saunatagen. Eine weitere Leidenschaft sind Podcasts, die sie auf dem Weg ins Labor oft begleiten. Politik, Gesellschaft oder auch mal ein „True Crime“-Podcast sorgen da für Abwechslung.