Ukrainische Fachkräfte zur Hospitation im OOWV-Trinkwasserlabor
Rastede/Im Nordwesten. Im Zeichen von Solidarität, fachlichem Austausch und dem gemeinsamen Ziel einer stabilen Wasserinfrastruktur pflegt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) seit November 2022 eine Solidaritätsbetreiberpartnerschaft mit den ukrainischen Betreibern Miskvodokanal in Sumy und Chernihivvodokanal in Chernihiv.
Vor diesem Hintergrund begrüßte der OOWV kürzlich je zwei Fachkräfte aus Sumy und Chernihiv im Trinkwasserlabor in Nethen. Anlass des Besuchs war eine mehrtägige Laborhospitation. Ziel war es, die technischen Fähigkeiten der Laborantinnen weiter zu stärken, lokales Fachwissen aufzubauen und die Abhängigkeit von externen Labors zu verringern.
Fachlicher Austausch zur Sicherung der Wasserqualität
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praktischen Schulung an einem Ionenchromatographen. Ein vergleichbares Gerät wurde bereits vor rund zwei Jahren im Rahmen der Solidaritätsbetreiberpartnerschaft für Miskvodokanal in Sumy beschafft sowie Schulungen für die ukrainischen Laborantinnen organisiert, um die Trinkwasseranalytik vor Ort zu verbessern. Das ausschließlich aus Frauen bestehende Laborteam bei Miskvodokanal in Sumy kann nun vor Ort komplexe Wasseranalysen durchführen – etwas, das vor 2024 nicht möglich war. Zuvor mussten für diese Art von Analysen Proben von Sumy nach Kyjiw oder Charkiw geschickt werden, was zu Verzögerungen führte und die lokalen Kapazitäten einschränkte. Somit trägt diese Maßnahme auch zur Stärkung von Frauen im Wassersektor bei.
Begleitet wurden die Hospitantinnen dabei insbesondere von den OOWV-Laborantinnen Beate Seeger und Mariella Weyhausen. Mariella Weyhausen berichtet, die Gäste seien sehr freundlich, interessiert und wissbegierig gewesen. „Trotz sprachlicher Hürden haben wir uns durch die Unterstützung einer Dolmetscherin gut verständigen können, auch weil viele Fachbegriffe im Ukrainischen dem Deutschen ähneln.“
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