Sonderausstellung in der Kaskade gibt Auswirkungen der Klimakrise ein Gesicht
Diekmannshausen. Der fortschreitende Klimawandel hinterlässt Spuren, auch im Wasserhaushalt – und er prägt das Leben von Menschen, hier bei uns und vielerorts auf der Welt. Um die vielfältigen Auswirkungen von Klimaveränderungen geht es in der Ausstellung „Klimaflucht“, die der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) in Kooperation mit der Deutschen Klimastiftung in das Museum Kaskade in Diekmannshausen geholt hat. Bis zum 31. März 2026 ist die Sonderschau im Infohaus Wasser zu sehen. 21 lebensgroße Figuren und kurze Audiobeiträge warten inmitten der erlebnisreichen Dauerausstellung rund ums Wasser auf Interessierte. Besonders eindrucksvoll ist die Sonderausstellung „Klimaflucht“ bei einer Begleitveranstaltung mit internationalen Gästen zu erleben: Das „Bergfest“ zur Halbzeit des „Klimaflucht“-Gastspiels in der Kaskade steigt am Mittwoch, 18. Februar 2026, ab 19 Uhr.
Unter dem Titel „Stimmen der Klimakrise: Berichte aus Togo und Haiti über Wasser und die Folgen des Klimawandels“ geben Stanley Pierre und Kokouvi Amegnran im ältesten Speicherpumpwerk des OOWV Einblicke in ihre persönlichen Klimawandel-Erfahrungen. Zuvor führt Arne Dunker, Geschäftsführer der Deutschen Klimastiftung in die Ausstellung ein. Die Stiftung engagiert sich seit 2009 für Klimabildung. Die Wanderausstellung „Klimaflucht“ entstand 2016, als Teil des Verbundprojekts „Klimagesichter“. Mehr als 22.500 Menschen in Deutschland, Österreich und Belgien haben die Ausstellung an 90 verschiedenen Orten besucht.
Deutlich werden die oft existenziellen Folgen klimatischer Veränderungen an den Lebensgeschichten von 21 Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt. Zu den Menschen, die den Klimawandel-Effekten in ihren Herkunftsländern ein Gesicht geben, gehört Stanley Pierre, der erzählt, wie die Klimakrise den Alltag in Haiti beeinflusst. Hintergrundwissen zu umweltbedingter Migration vermittelt zudem Kokouvi Amegnran aus Togo. Der Biologie- und Physiklehrer, der auf seine Ausbildung in Togo ein Umweltwissenschaftsstudium an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg draufgesattelt hat, ist ebenfalls schon seit längerem als „Klimagesichter“-Referent unterwegs. Er schildert, wie Küstenerosion, Überschwemmungen und Dürre das Leben und die Landwirtschaft in Togo erschweren.
Der Eintritt zum „Bergfest“ ist frei, um eine Anmeldung per E-Mail bis Sonntag, 15. Februar 2026, unter kaskade@oowv.de wird gebeten. Die Ausstellung im Museum Kaskade an der Bäderstraße 2 in Jade-Diekmannshausen kann zudem ohne Voranmeldung (und ebenfalls kostenfrei) besucht werden, jeweils montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 16 Uhr.