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Veröffentlicht am 8. Oktober 2026
Pressemitteilung

Schmutzwasserkanal in Riepe wird mit Schlauchlinerverfahren saniert

Ihlow. Fast 50 Jahre alt ist der Schmutzwasserkanal in der Friesenstraße in Riepe. Jetzt hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) den Auftrag zur Sanierung eines Teilstücks vergeben. Am Montag, 26. Oktober 2026, beginnen die Arbeiten zur Sanierung des Schmutzwasserkanals mit dem so genannten Schlauchliner-Verfahren. Der Baustart erfolgt in der Friesenstraße zwischen Gänseweg und Fasanenstraße. Einige Tage vor Beginn der eigentlichen Sanierungsarbeiten sind dort vorbereitende Maßnahmen geplant.

Insgesamt werden rund 1400 Meter Schlauchliner eingebaut. Saniert werden neben dem Kanal in der Friesenstraße auch Abschnitte im Simonswolder Weg und im Südermeedenweg. Es handelt sich um einen Kanal aus den 1970er-Jahren mit einem Innendurchmesser von 200 Millimetern.

Beim Schlauchliner-Verfahren wird ein mit Harz getränkter, flexibler Schlauch in den vorhandenen Kanal eingebracht. Er wird im Kanal an die Innenwand gedrückt und ausgehärtet. So entsteht im alten Kanal ein neues, dichtes Innenrohr. Vor dem Einbau wird der Kanal gereinigt und anschließend geprüft. Nach dem Aushärten des harzgetränkten Schlauches werden die Hausanschlüsse wieder geöffnet.

Mit den Arbeiten hat der OOWV Firma Diringer & Scheidel aus Wiefelstede beauftragt. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich sechs Wochen. Der OOWV investiert an dieser Stelle rund 500.000 Euro, damit die Abwasserentsorgung in Riepe auch künftig zuverlässig funktioniert.

Während der Arbeiten kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Diese beschränken sich jeweils auf einzelne Arbeitsstellen. Teilweise muss der Radweg gesperrt werden; für den Fuß- und Radverkehr werden dann Ampelanlagen eingerichtet. An einzelnen Stellen kann außerdem eine halbseitige Sperrung der Straße erforderlich sein. Die Einschränkungen fallen geringer aus als bei einer Erneuerung des Kanals in offener Bauweise.

Die Kanalreinigung vor dem Einbau des Schlauchliners erfolgt mit geringerem Druck als bei einer üblichen Jahresreinigung. Trotzdem können Anwohnerinnen und Anwohner unter Umständen Geräusche, etwa ein Gluckern, an ihren Hausinstallationen wahrnehmen. Auswirkungen auf die Hausinstallationen lassen sich nicht vollständig ausschließen.

Generell sollten Kundinnen und Kunden ihre Hausinstallation auf Funktionalität prüfen, damit keine Kanalluft in die Wohnräume eindringt und kein Abwasser aus den Abläufen spritzt. Anzeichen für Störungen könnten beispielsweise sein:

-          ein langsamer Abfluss trotz gereinigtem Siphon

-          ein kurzzeitig übler Geruch nach Spülvorgängen

-          ein Gluckern im Abfluss, wenn an anderer Stelle Wasser läuft.

Verschlossene oder defekte Be- und Entlüftungseinrichtungen können dafür die Ursache sein. Die Hausanschlussleitung sollte nicht verstopft, der Hausanschlussschacht frei zugänglich und die Dachentlüftung ordnungsgemäß angeschlossen sein.

Die Firma Diringer & Scheidel informiert die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner etwa zwei Tage vor den Arbeiten im jeweiligen Kanalabschnitt mit einem Einwurfblatt. Darin werden sie gebeten, den Wasserverbrauch während der Arbeiten möglichst zu reduzieren. Denn nach dem Einzug des Schlauchliners müssen die einzelnen Hausanschlüsse erst wiederhergestellt werden. Insbesondere sollten sie daher an diesem Tag nach Möglichkeit auf größere Wäsche- oder Spülmaschinenläufe sowie auf das Entleeren eines Swimmingpools verzichten. Während ein Hausanschluss vorübergehend vom Hauptkanal getrennt ist, kann die eigene Anschlussleitung aber als begrenztes Rückstauvolumen dienen, beispielsweise für eine notwendige Toilettennutzung.

Bild 1 Umfassende Kanalsanierung rückt Abwasserleitungen zeitweise ins Blickfeld

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