OOWV investiert rund 1,18 Millionen Euro in Versorgungssicherheit
Elsfleth. Gleich zwei Ziele verfolgt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) mit einer umfangreichen Baumaßnahme im Bereich Oberhörne, die Anfang November beginnt: Zum einen werden Trinkwasserleitungen verlegt, um Platz für den geplanten Bau neuer Höchstspannungsleitungen durch den Übertragungsnetzbetreiber Amprion zu schaffen. Zum anderen nutzt der OOWV die Gelegenheit, eine ältere Wasserleitung zu erneuern und damit die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken. Die Baustelle erstreckt sich entlang eines Wirtschaftswegs der Moorriem-Ohmsteder Sielacht zwischen dem Oberhörner Hellmer und dem Nordermoorer Hellmer.
OOWV erneuert Trinkwasserleitungen und schafft Platz für Stromnetzausbau
Im Zuge der Arbeiten werden insgesamt rund 5,3 Kilometer neue Trinkwasserleitungen verlegt. Davon entfallen etwa 3.000 Meter auf eine Transportleitung mit einem Außendurchmesser von 355 Millimetern. Hinzu kommen Versorgungsleitungen mit Außendurchmessern von 110 Millimetern auf rund 700 Metern und 90 Millimetern auf rund 1.600 Metern. Zum Einsatz kommen moderne Kunststoffrohre aus Polyethylen.
Ein Teil der Arbeiten dient zugleich der Erneuerung einer Wasserleitung aus dem Jahr 1961. „Wir nutzen die notwendige Verlegung unserer Leitungen, um gleichzeitig in die Zukunftsfähigkeit der Trinkwasserversorgung zu investieren“, erläutert OOWV-Projektleiter Hendrik Claußen. „Mit der Erneuerung der mehr als 60 Jahre alten Leitung stärken wir die Versorgungssicherheit und schaffen eine langfristig zuverlässige Infrastruktur.“
Die Bauarbeiten sollen Anfang November 2026 beginnen und voraussichtlich Anfang Februar 2028 abgeschlossen werden. Da sich die Maßnahme über zwei Winter erstreckt, können witterungsbedingte Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden. Die kalkulierten Baukosten belaufen sich auf rund 1,18 Millionen Euro. Mit der Ausführung wurde die Firma Koch und Tönjes beauftragt.
Von den Arbeiten ist insbesondere der Wirtschaftsweg zwischen dem Oberhörner Hellmer und dem Nordermoorer Hellmer betroffen. Dieser soll während der Bauzeit überwiegend befahrbar bleiben. Vorübergehende Einschränkungen lassen sich jedoch nicht vollständig vermeiden. Über entsprechende Behinderungen wird die ausführende Baufirma rechtzeitig informieren.