Einströmendes Grundwasser erschwert Kanalsanierung in Lemwerder
Lemwerder. Zu Verzögerungen kommt es bei Kanalbauarbeiten an der Kreuzung der Straßen Bardewischer Ring und Breite Fahr in Lemwerder (Landkreis Wesermarsch). Doch ein Ende ist in Sicht: Bis zum Jahresende 2026 sollen die Arbeiten, die eine Vollsperrung im Kreuzungsbereich erfordern, abgeschlossen sein.
Im November 2025 hatten der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und die ausführende Baufirma Ernst Petershagen zunächst begonnen, ein 25 Meter langes Kanalstück von einem Privatgrundstück in den öffentlichen Raum zu verlegen. Weitere 38 Meter in die Jahre gekommener und stellenweise abgesackter Abwasserkanal sollten in offener Bauweise saniert werden. Einströmendes Grundwasser erschwerte die Arbeiten so sehr, dass eine Verlegung der Tätigkeiten in die trockenen Sommermonate beschlossen wurde. Die Baustelle wurde abgeräumt und erst im Juli 2026 wieder eingerichtet. Doch die Ausgangslage blieb unverändert schwierig. „Das Grundwasser drückt schwallartig unterirdisch in die Baugrube“, erklärt OOWV-Fachplaner Dennis Appeldorn, „das Ausmaß übertrifft alle bisherigen Erfahrungen der Beteiligten“. Als Ursache wird die Nähe zur Weser angenommen, die seit dem ursprünglichen Ausbau des Abwassernetzes vertieft wurde.
Angesichts dieser Besonderheiten zogen die Beteiligten die auf Wasserhaltung, Brunnenbau und Drainage spezialisierte Firma Christoffers aus Wiefelstede hinzu. Sie setzte mehrere sieben Meter tiefe Brunnen, um das Grundwasser in den Griff zu bekommen. Die Kanalbauarbeiten konnten wieder anlaufen und sollen bis Ende Dezember abgeschlossen sein. Bis dahin muss die Kreuzung gesperrt bleiben. Die Straßen sind jeweils von beiden Seiten bis zur Baustelle befahrbar, sodass alle Grundstücke erreichbar bleiben. Fußgänger können die Baustelle passieren. Der OOWV bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende um Verständnis.