Informationen zum Projekt NAWAK

 

Entwicklung nachhaltiger Anpassungsstrategien für die Infrastrukturen der Wasserwirtschaft unter den Bedingungen des klimatischen und demographischen Wandels.

Zu diesem Thema haben sich im NAWAK Projekt  unterschiedliche Partner aus verschiedenen Regionen des Nordens  zusammengeschlossen, um in drei Modellregionen Forschung hierzu zu betreiben.
Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist der Brückenschlag zwischen Anwendung und Forschung. Partner aus der Praxis arbeiten mit Forschungseinrichtungen zusammen wodurch Forschungsergebnisse direkt Anwendung finden können.

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Projektanlass:


Um die in den nächsten Jahren anstehenden, über Jahrzehnte wirksamen Investitionen in die zentrale Wasserversorgungsinfrastruktur gestalten zu können, ist eine intensive Auseinandersetzung mit den durch den klimatischen und demographischen Wandel ausgelösten Veränderungen notwendig. So sind ein Anstieg des Meeresspiegels mit einem daraus resultierenden Vordringen von Salzwasser in die Aquifere an den deutschen Küsten, eine Veränderung der Wasserführung der Flüsse und eine veränderte Niederschlagsverteilung wahrscheinliche Auswirkungen auf der Angebotsseite der Wasserwirtschaft. Auf der Nachfrageseite ist mit deutlich erhöhten Spitzenlastfällen im Sommer, z.B. durch verstärkten Tourismus an der Küste sowie einem verstärkten Bedarf von Beregnungswasser in der Landwirtschaft und Kühlwasser in der Industrie, zu rechnen. Der demographische Wandel in Form eines prognostizierten Rückgangs der Bevölkerungszahlen in Deutschland wird diese Effekte in vielen Regionen nachfrageseitig durch eine Verringerung der Grundlast negativ beeinflussen.

Projektziel:


Ziel des Vorhabens ist es, bereits eingetretene und in der Zukunft zu erwartende Beeinträchtigungen auf der Angebots- und Nachfrageseite der Wasserversorgung aufzuzeigen und durch die Ableitung von Szenarien den Einfluss des Klimawandels und der demographischen Entwicklung auf die Wasserversorgung zu untersuchen. Basierend auf diesen Untersuchungen werden individuelle Anpassungsstrategien für die Wasserversorgung entwickelt, die zukunftsorientiertes Handeln ermöglichen. Die zur Entwicklung der Anpassungsmaßnahmen notwendigen Modelle und Planungsinstrumente werden im Vorhaben entwickelt. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die konkrete Arbeit und die Partizipation der Akteure vor Ort: Sie definieren die zu untersuchenden relevanten Problemstellungen und legen die Anforderungen an die zu entwickelnden Planungsinstrumente und Anpassungsstrategien fest.

Projektpartner:

 

•    Vorhabenkoordination:
•    Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH
•    Theodor-Heuss-Str. 4, 38122 Braunschweig
•    Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.grs.de/
•    Ansprechpartner: Herr Dr. J. Wolf
•    Telefon: +49 (0) 531 - 80 12 – 228
•    Telefax:  +49 (0) 531 - 80 12 – 200

 

 

•    TU Braunschweig, Leichtweiß-Institut für Wasserbau, Abteilung für Hydrologie, Wasserwirtschaft
und Gewässerschutz (LWI)
•    Beethovenstraße 51a, 38106 Braunschweig
•   Öffnet externen Link in neuem Fenster www.tu-braunschweig.de/lwi/hywa
•    Ansprechpartner: Herr Prof. Dr. M. Schöniger
•    Telefon: +49 (0) 531-391 7129
•    Telefax: +49 (0) 531-391 3955

 

•    Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)
•    Georgstr. 4, 26919 Brake
•    Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.oowv.de/
•    Ansprechpartner: Herr E. Harms
•    Telefon: +49 (0) 4401-916 3380
•    Telefax: +49 (0) 4401-916 3399

 

•    Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG)
•    Stilleweg 2, D-30655 Hannover
•   Öffnet externen Link in neuem Fenster Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.liag-hannover.de/
•    Ansprechpartner: Frau Dr. H. Wiederhold
•    Telefon: +49 (0)511-643-3520
•    Telefax: +49 (0)511-643-3665

 
•    Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
•    Oldersumer Straße 48, 26603 Aurich
•    Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.nlwkn.niedersachsen.de
•    Ansprechpartner: Herr D. de Vries
•    Tel.: 04941 / 176-157
•    Fax: 04941 / 176-199

Assoziierte Partner:

•    Wasserversorgungsverband Land Hadeln (WVV)
•    Raiffeisenstraße 10, 21762 Otterndorf
•    Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.wasser-otterndorf.de/
•    Ansprechpartner: Herr T. Heitsch
•    Telefon: 0 47 51 / 92 35 – 0
•    Telefax: 0 47 51 / 92 35 – 40

•    Trinkwasserverband Stader Land (TWV)
•    Immengrund 5, 21739 Dollern
•    Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.twv-staderland.de/
•    Ansprechpartner: Herr Fred Carl
•    Tel: 0 41 63 / 81 8-0
•    Fax: 0 41 63 / 81 82 82

•    Heidewasser GmbH (HW)
•    An der Steinkuhle 2, 39128 Magdeburg
•  Öffnet externen Link in neuem Fenster  http://www.heidewasser.de/
•    Ansprechpartner: Herr Bernd Wienig
•    Tel: 0391 28968-0
•    Fax:0391 28 968-99

Modellregion "Sandelermöns"

Als Modellregion für das mögliche Vordringen der Süß-/Salzwassergrenze an der Nordseeküste wird insbesondere das Einzugsgebiet des Wasserwerkes Sandelermöns des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) bei Wilhelmshaven analysiert, da in dieser Region bei einem weiteren Vordringen der  Salzwassergrenze die vorhandene Struktur der Wasserversorgung mittelfristig nicht mehr nachhaltig genutzt werden kann.

OOWV in Zahlen (2012)

    •    Versorgungsgebiet Trinkwasser: 7.554 km2
    •    fast  1 Mio. Kunden
    •    15 Wasserwerke mit insgesamt 267 Förderbrunnen
    •    Trinkwasserabgabe ab Werk: 76 Mio. m3/a
    •    mittlere Tagesabgabe:209.000 cbm
    •    Rohrnetzlänge: 14.000 km
    •    Anzahl der Hausanschlüsse:353.000 Stück
    •    Pro-Kopf-Verbrauch:115 Liter pro Tag

 

 

 

Modellregion „Elbe-Weser-Dreieck“:

Im Elbe-Weser-Dreieck wird am Beispiel der Trinkwasserversorger Stader Land (TWV Stader Land) und Land Hadeln (WVV Land Hadeln) der mögliche Einfluss der Salzwasserintrusion untersucht. Hier sind die Wasserwerke am Rande der Elbtalaue insbesondere vom Ausbau der Elbefahrrinne, dem nachfolgenden Vordringen des Salzwassers und möglichen Salzwassereinbrüchen in die genutzten Aquifere betroffen.

 

Betriebsdaten Wasserversorgung Stader Land, 2012

•    Wasserwerke:   3 (Dollern, Himmelpforten, Heinbockel)
•    Brunnen:   43
•    Speicherkapazität:   20.000 m³
•    Hauptleitungen:   1.621 km
•    Hausanschlüsse:   44.369
•    Wasserförderung:   7.2 Mio m³
•    Wasserverluste:   5 %

 


Betriebsdaten Wasserversorgungsverband Land Hadeln, 2012

•    Verbandsgebiet:    26.083 ha
•    Rohrnetzlänge:    433 km
•    Wassergewinnung:    nur Grundwasser
•    Wasserwerke:    2 (Wanna und Altenwalde)
•    Förderbrunnen:     12
•    Trinkwasserabgabe:    2.400.000 m³/Jahr
•    Hausanschlüsse:    über 10.400
•    versorgte Einwohner:    über 27.000
•    pro Kopf Verbrauch:    140 Liter/Tag
•    Wasserpreis:    0,76 €/1000 Liter

Modellregion Heidewasser:

Die Modellregion „Heidewasser“ umfasst das Versorgungsgebiet der Heidewasser GmbH in Sachsen-Anhalt. Diese Region wird bereits heute durch den demographischen Wandel geprägt. Zum Erhalt der Versorgungssicherheit bedarf es neuer technischer und logistischer Strategien, die gleichermaßen

infrastrukturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen berücksichtigen.

 

Betriebsdaten Heidewasser GmbH, 2013

•    Versorgungsgebiet Trinkwasser:    ca. 2.300 km2

•    Kunden:    ca. 34.400 Haushalte

•    Rohrnetzlänge:   ca. 1.890 km

•    Einwohner:   104.400

•    Pro-Kopf-Verbrauch:   ca. 92 l / Tag

•    Wasserbezug:   92 %

•    Wassererzeugung:   8 %

•    Spezifische Rohrlänge / Einwohner:   18,1 m

•    Wasserverluste:   0,053 m3 / (km*h)

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Fördereckdaten:

Programm: BMBF Rahmenprogramm „ Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA)“
Vorhabendauer:  3 Jahre (Beginn: 01.07.2013)
Fördermittel Gesamtprojekt : 1.813.053 EUR, Gesamtmittel: 2.203.957 EUR

Pressemitteilungen:

Kick-Off 13.10/01.11.2013

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Workshop 22.05/23.05.2014

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Nitrat

Nitrat (NO3-) ist eine Verbindung aus den lebenswichtigen Elementen Sauerstoff und Stickstoff; als Salz ist es leicht wasserlöslich und farblos.

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Umweltbildung

Wir informieren auf spielerische Art und Weise über vorbeugenden Grundwasserschutz und zeigen, dass es dabei auf Teamwork ankommt.

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Notfall

Im Notfall ist schnelles Benachrichtigen des OOWV wichtig – wir wissen, was zu tun ist.

Notfall-Hotline:

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