31.05.2024 Pressemitteilungen

„Was oben hereinsickert, kann eines Tages unten ankommen“

OOWV-Wasserschutztag: Umgang mit Pflanzenschutzmitteln im Mittelpunkt

Im Nordwesten. Damit weiter sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht, ist der künftige Umgang mit chemischen Pflanzenschutzmitteln von besonderer Bedeutung. Das Land Niedersachsen hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Verwendung bis 2030 um 25 Prozent einzuschränken. „Dieser Schritt kann nur der Anfang sein“, unterstrich Karsten Specht, Geschäftsführer des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), beim jährlichen Wasserschutztag auf dem Biohof Bakenhus in Großenkneten. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Reihen der Politik, Verwaltung, Landwirtschaft und Fachbehörden nahmen daran teil. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) strebt sogar eine Reduktion um fünfzig Prozent im selben Zeitraum an.

Die Gleichung sei einfach, verdeutlichte Karsten Specht: „Was oben hereinsickert, kann eines Tages, manchmal Jahre später, unten ankommen. Der Boden ist auf diesem Weg zwar ein exzellenter und bemerkenswerter Filter, kann aber nicht alle Frachten aufhalten, die wir ihm zumuten.“ Deshalb sei die Reduktionsstrategie des Landes eine gute Nachricht. „Sie wird noch besser dadurch, dass sich Landvolk, Landwirtschaftskammer, Bund für Umwelt und Naturschutz und der Naturschutzbund in Niedersachsen gemeinsam auf dieses Ziel verständigt haben“, betonte er.

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